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Info:

Heerstrasse 37
55288 Partenheim

Telefon: 06732 8296

Geschichte

410 Morgen Weinberge hatte man im Jahre 1910 in den Lagen Hippel, Sommeberg und Himmelberg. Die Reben wurden niedrig gezogen.

1796 wird ein Weinberg verkauft. Der Käufer muß 50 fl die drei nächstkommenden Martini bezahlen. Bei diesem Kauf ist verzehrt worden 6 Maas Wein a 40 xr., sodann ein Schwartemagen für 1 fl 30 xr und 1 Laib Brod für 48 xr. Ab- und Zuschreib Gebühr wie auch das Weinkaufsgeld zahlen selbige wie gebräuchlich. "Gottespfennig 12 xr".

1796 wird ein Haus mit der darin befindlichen Preßkelter verkauft.

1805 "Es soll dem Weinbergsschützen bei Zeitigung der Trauben, wo er seine Hütte aufzustellen hat, gezeigt werden. Der Schütz soll seine Hütte von seinem eigenen Stroh und nicht in die Erde bauen. Der Umfang und Eigenschaft einer sogenannten Küche soll ebenfalls von dem Munizipalrat bestimmt werden."

1809 bereichtete die Gemeindeverwaltung Partenheim über ihren Weinbau. "Danach gab es 222 Morgen oder 83 hectaren der Sorte Kleinberger oder auch Elbeling genannt. Die Stöcke werden 2 Schuhe hoch gepflanzt. Das Feld wird im Monat Mai gehackt, im Juli gerührt und in der Zwischenzeit die Stöcke ausgebrochen. 2/3 der Weinberge liegen gegen Mitternacht. Fleißige Wingertsleute graben ihre Wingerte gleich nach dem Herbst einmal und im May zum anderen mal, findet aber nur wegen dem schwer und nassen Feld an wenigen Orthen tatt. Rote Trauben werden hier nicht angepflanzt."

1813 wurde über die Verwendung des Weines nachgefragt. 83 ha Weinberge geb es. Geerntet wurden 1836 hektoliter. Der Preis 8 fr. 50 Cent pro hektol. 700 hektol. wurden als Wein, 150 hektol. zur Essigherstellung verbraucht. Für den Fall einer Belagerung von Mainz hat der Kanton Wörrstadt im November 1813 zu liefern: "900 Zentner Weizen, 20 Ochsen, 15 000 1 Wein und 4000 1 Branntwein innerhalb von 10 Tagen".

Wegen Religionsschwierigkeiten trafen 1719 in Partenheim Mainzer Soldaten ein, die sich beim Schultheißen und bei den fünf Gerichtsmännern einquartier- ten. Es heißt: "Nachts mußten die Leute noch Schweine schlachten. Den Wein soffen die Soldaten aus Eimern. Als am anderen Morgen der Mainzer Herr von Leyen in Partenheim eintraf, waren die Soldaten betrunken. Ruhe trat erst ein, als der Hauptmann die Soldaten antreten ließ".

1822 Aus Partenheim wird berichtet: "Ist ein gelinder Winter gewesen und ein trockener Sommer. Auch hatten wir eine große Strafe mit Mäus, welche die Frucht sehr verdarben. Den 23. May hatte man Trauben-Blüthen angetroffen. Auf den Jacobs Tag den 25. Juli des abends kam ein fürchterliches Gewitter, wo es kisseln geworfen, welche die Weinberge so zusammenschlugen, daß wir Partenheimer wenig von dem guten Herbst genossen."

1870 "Es war ein dankbarer Wein aber gar kein Kauf von Anfang an. Das verursachte der Kriech. Niemand wollte kaufen."

Quelle: "Alte Gasthäuser", herausgegeben 1989 von der Verbandsgemeinde Wörrstadt anläßlich des 10. Weinfests. Verfasser des Textes: Herr Ernst Klug